Im Arbeitsalltag rund um Photovoltaik und erneuerbare Energien begegnen uns zahlreiche Fragen, die in Projekten immer wieder auftreten. Denn jede Anlage, jedes Dach und jede technische Ausgangssituation ist individuell – und genau hier zeigt sich, wie wertvoll fundierte Praxiserfahrung ist.
Wir haben die wichtigsten Themen für Sie übersichtlich zusammengestellt und verständlich beantwortet – fachlich fundiert, lösungsorientiert und auf das Wesentliche konzentriert. So erhalten Sie eine klare Orientierung, konkrete Ansätze für Ihre Planung und einen authentischen Einblick in unsere tägliche Arbeit.
Oftmals muss der Zählerkasten auf den aktuellen Stand der Technik gebracht werden, was die Netzbetreiber heutzutage fordern. Dies beinhaltet zwingend den Einbau eines Überspannungsschutzes und die Überprüfung oder gegebenenfalls Nachrüstung der Erdungsanlage (Potenzialausgleichsschiene) im Haus.
Es macht wenig Sinn, die Anlage nur auf einen Zähler laufen zu lassen, da sonst der Strom in der anderen Wohnung nicht genutzt werden kann. Am wirtschaftlichsten ist es meistens, die Zähler zusammenzulegen. Es gibt dann nur noch einen Hauptzähler für das gesamte Gebäude, und die PV-Anlage sowie die Batterie versorgen beide Wohnbereiche, was Ihren Eigenverbrauch massiv erhöht.
Die Technik ist relativ kompakt. Ein typischer Batteriespeicher für Einfamilienhäuser steht auf dem Boden oder hängt an der Wand und benötigt etwa 60 cm in der Breite und trägt ca. 40 cm von der Wand auf. Daneben/ Darüber wird noch etwas Wandfläche für den Wechselrichter benötigt, sodass Sie insgesamt mit etwa einem Meter Wandbreite planen sollten.
Nein, standardmäßig schaltet die Anlage bei einem Netzausfall ab. Um Notstrom zu haben, muss eine Umschalteinrichtung im Zählerschrank verbaut werden. Hierbei gibt es zwei Varianten: Eine günstige, robuste manuelle Schaltung (Sie legen bei Stromausfall per Hand einen Schalter um) oder eine vollautomatische Umschaltung, die das Haus selbstständig vom Netz trennt und über die Batterie weiterversorgt.
Wir empfehlen Erweiterungen in der Regel erst ab ca. 5 kWp. Der Grund dafür sind die Fixkosten: Der Aufwand für das Gerüst, die Kabelverlegung ins Haus und den Elektriker am Zählerschrank bleibt gleich hoch, egal ob 4 oder 10 Module auf dem Dach montiert werden. Sehr kleine Erweiterungen sind daher oft unwirtschaftlich, es entscheidet jedoch der Einzelfall.
Ein Energiemanager steuert die Energieflüsse im Haus vollautomatisch, um den Eigenverbrauch zu maximieren. Eine große Besonderheit ist die Einbindung dynamischer Stromtarife (Börsenstrom). Der Energiemanager kennt die Strompreise für den nächsten Tag und kann im Winter – wenn vom Dach zu wenig kommt – die Batterie genau in den günstigsten Nachtstunden aus dem Netz vollladen, um die teuren Morgen- und Abendstunden zu überbrücken.
Ja, das ist problemlos möglich. Über den Energiemanager können Sie einstellen, dass die Wallbox bevorzugt nur dann Strom in das Fahrzeug abgibt (Überschussladung), wenn die PV-Anlage gerade Strom auf dem Dach produziert.
Wir empfehlen in diesem Fall, gleich ein ausreichend starkes Kabel (z. B. 5×16 Quadrat) zur Garage zu legen, an das später problemlos eine zweite Wallbox angeschlossen werden kann. Die Abrechnung für verschiedene Fahrzeuge (z. B. privat vs. Firmenwagen) lässt sich über RFID-Chips (Ladekarten) steuern. Die Wallbox registriert dann exakt, wer wie viele Kilowattstunden geladen hat, was für das Finanzamt oder den Arbeitgeber ausgewertet werden kann.
Für den Weg vom Dach in den Keller nutzen wir häufig stillgelegte Kaminzüge, Lüftungsschächte, Fallrohre oder ein Leitungsführungsrohr aus Aluminium an der außenwand.
Nein. Bei der Anschaffung neuer Photovoltaikanlagen für Privathäuser fällt die Mehrwertsteuer komplett weg (0 % Steuersatz). Zudem müssen die Einnahmen aus dem eingespeisten Überschussstrom an den Netzbetreiber nicht mehr versteuert werden.
Ja, der Speicher erhöht Ihren Eigenverbrauch im Sommer und der Übergangszeit massiv, und durch dynamische Stromtarife kann er im Winter günstig aus dem Netz nachgeladen werden.
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